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Als riesiger Fan von Neustarts, Weiterentwicklung und Umgestaltung ziehe aktuell entsprechende Projekte magnetisch an. Wie am vergangenen Wochenende:

Plötzlich schleppt mein Mann einen riesigen Karton alter Ordner aus dem Keller hoch. Er strahlt mich an und fragt:

Hast du nicht Lust, das Zeug durchzugucken und zu entscheiden, was davon weg kann?

Er weiß halt, wie er mich motiviert. 😉 Denn mich von altem Zeug zu trennen, das ich nicht mehr brauche, fand ich schon immer befreiend.

Und jetzt kommt’s: Das Zeug in den 12 dicken Ordnern stammte noch aus der Zeit meines Studiums – das war in den frühen 2000ern. Du kannst dir vorstellen, wie spannend die Inhalte mittlerweile für mich sind, wenn ich diese Ordner seit Studienabschluss nicht mehr geöffnet habe.

Kleine Zeitreise mit 12 Ordnern

Ich habe mir tatsächlich den Spaß und eine kleine Zeitreise gegönnt und die Ordner durchgeblättert. Und wow, krass, womit ich mich damals im Studium so befasst habe, was mir wirklich nie wieder im Leben wichtig oder hilfreich erschienen ist (ich sage nur Mittel- und Altenglisch, Lautverschiebung & Co).

Und auch, wenn der Inhalt der 12 Ordner mittlerweile im Papiercontainer auf Abholung wartet bzw. sich darauf freut, als Schmierpapier von mir bekritzelt zu werden:

Das Durchgucken war eine schöne Erfahrung. Denn es hat mich daran erinnert, was für ein Mensch ich damals war. Was mir damals wichtig erschien, was damals meine (Prüfungs-)Sorgen waren und wie ich damals gearbeitet habe.

Unter anderem war ich verblüfft, wie akkurat damals mein Notier- und Abheftsystem war: Die Inhalte waren so perfekt beschriftet und in Themen sortiert, dass ich vermutlich heute noch zu einzelnen Schlagworten fix die passenden Infos gefunden hätte.

Damals dachte ich, dass ich nur mit der perfekten Ablage im Studium erfolgreich sein könnte. Und dass ich in allem, was ich so machte, perfekt sein müsste.

Perfektionismus loslassen

Ich beim Ausmisten – nach einem herrlich unperfekten System, schön out of control.

Danke und tschüss, Perfektionismus und Kontrolle!

Schon seit einiger Zeit habe ich das Bedürfnis, meinen Perfektionismus und damit ganz eng verbunden Kontrolle loszulassen.

Und ja, ich kann berichten, dass ich es immer öfter schaffe, mich in die Ungewissheit hineinzuentspannen und auch mal mit (in meinen Augen) 90-prozentigen Ergebnissen happy zu sein.

Mein Trick dabei ist dieses 3-Schritte-System:

  1. Anerkennen, dass Perfektionismus und Kontrolle mir durchaus Gutes im Leben beschert haben (z. B. haben sie dafür gesorgt, dass ich durch meine guten Ergebnisse und meine Zuverlässigkeit immer erfolgreich im Job war).
  2. Erkennen und entscheiden, dass ich beide in dieser Form heute nicht mehr brauche und dass sie nicht mehr in mein Leben passen.
  3. Mich gedanklich bei Kontrolle und Perfektionismus bedanken und dann von ihnen verabschieden.

Ich sage dir, es ist so befreiend, etwas (oder jemanden) loszulassen, von dem du erkannt hast, dass du es (oder auch sie oder ihn) nicht mehr in deinem Leben brauchst. Nur weil etwas oder jemand in deinem Leben mal eine große Rolle gespielt hat, heißt das ja nicht, dass das für den Rest deines Lebens so bleiben muss.

Mein Video zum Thema „Kontrolle und Perfektionismus erkennen & loslassen“

Im folgenden Insta-Live habe ich mich geoutet und über den kleinen Kontrollfreak in mir (bester Freund meines internen Perfektionisten) erzählt. Wenn du Lust auf mehr Coaching-Videos von mir hast, abonniere einfach meinen Instagram-Kanal @dasgoldindir.

Weiterentwicklung bedeutet auch, dir regelmäßig Fragen zu stellen

Meiner Erfahrung nach lohnt es sich, regelmäßig zu fragen: „Bin ich eigentlich noch zufrieden?“.

Denn wenn die Antwort „weiß nicht so recht“ oder sogar „nein“ lautet, hat man schon mal eine super Startrampe gebaut, um die nächste Entwicklungsstufe zu zünden.

Unzufriedenheit hat zwar einen schlechten Ruf, aber wenn man einfach mal die Perspektive ändert und darin die Möglichkeiten und Chancen erkennt, sieht die Sache doch gleich ganz anders aus.

In meinem Artikel Wie zufrieden bist du mit deiner aktuellen Arbeit? geht es genau um dieses Thema – bezogen auf deine Arbeitssituation. Spoiler: Wenn du gerne kleine „Psychotests“ machst, wirst du den Artikel mögen. 🙂

Für heute verabschiede ich mich von dir mit 3 Impulsfragen:

  • Was hat dir früher gedient, gehört aber heute nicht mehr in dein Leben?
  • Was kannst du ausmisten oder loslassen?
  • In welchem Bereich bist du aktuell nicht zufrieden und könntest Veränderung gebrauchen?

Ich wünsche dir viel Spaß beim Reflektieren und bin sicher, du wirst ein paar spannende Antworten für dich finden.

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