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Diese Frage habe ich mir 2016 auch gestellt: Wie glücklich bin ich mit meiner Arbeit?

Allein schon, dass ich mir diese Frage gestellt habe, hat bei mir ganz viel bewirkt. Denn diese Frage zuzulassen, ohne gleich zu denken: “Für solche Überlegungen habe ich gerade keine Zeit / Kapazitäten / Nerven”, signalisiert deinem Unterbewusstsein:

Hey, das könnte die Chance sein, dem Hamsterrad zu entkommen.

In diesem Artikel liest du, warum es so wichtig ist, immer mal wieder deine Zufriedenheit zu hinterfragen, und wie du das relativ easy in Bezug auf deinen Job machen kannst. Anhand meiner persönlichen Story zeige ich dir, wie eine einzige Frage letztlich dafür gesorgt hat, dass ich wieder die Verantwortung für mein Job-Glück übernommen habe und wohin es mich geführt hat.

Wie nur eine Frage dein (Arbeits-)Leben verändern kann

2016 arbeitete ich noch als Texterin in einem E-Commerce-Unternehmen. Obwohl Texten ganz klar zu meinen Leidenschaften gehört, plätscherten die Arbeitstage so vor sich hin.

Es gab weder irgendwelche großartigen Momente, noch etwas besonders Negatives. Ich fand die Situation bequem, hatte meine Schäfchen im Trockenen und dachte, dass es ewig so weitergehen würde.

Zu der Zeit entwickelte ich eine labile Gesundheit: nichts Bedrohliches oder richtig Schlimmes, aber immerhin doch so, dass ich mich immer mal wieder tage- oder wochenweise krankmelden musste. Ich dachte, dass es einfach an meinem schwachen Immunsystem läge.

Bis mir meine Kollegin aus heiterem Himmel die eine Frage stellte:

Kann es sein, dass dir die Arbeit hier nicht mehr gut tut?

Die Frage traf mich wie ein Schlag und ich weiß noch, dass ich im ersten Moment sogar ein bisschen beleidigt und sauer darüber war. Kurz angebunden gab ich zurück: Quatsch, das hat doch damit nichts zu tun!

Aber die Frage war nun in meinem Kopf, der Samen war gesät.

Und das bewirkte, dass ich sie mir insgeheim immer mal wieder selbst stellte. Anfangs gab mein Ego jedes Mal dieselbe trotzige Antwort zurück:

Klar tut mir die Arbeit hier gut, ich darf schließlich meiner Leidenschaft nachgehen (texten), bekomme gutes Feedback und werde okay bezahlt – das reicht doch wohl!

Aber irgendwann hörte ich da noch eine andere Stimme in mir, die sich anfangs nur zaghaft räusperte. Und je mehr ich das laute Blöken meines Egos runterdrehte und Platz für diese neue Stimme machte, desto deutlicher wurde die Botschaft:

Die Arbeit hier macht dich krank. Die Bedingungen passen nicht mehr zu dir und einige der Kolleg:innen tun dir nicht gut. Der Sinn hinter deinen Aufgaben fehlt und du kannst dich nicht weiterentwickeln. Was du stattdessen brauchst, ist Freiheit, Selbstbestimmung und die Möglichkeit, dich zu entfalten.

Diese Erkenntnis stand plötzlich völlig deutlich vor mir. Wie auf einem großen Plakat, das die ganze Zeit wenige Meter vor mir gehangen hatte, das ich aber vor lauter Nebel nicht hatte sehen können. Was den Nebel schließlich aufgelöst hat, war einzig und allein die Frage meiner Kollegin. Ich hatte sie in meinem Kopf hin und her geschoben und beschloss nach 4 Monaten mit völliger Klarheit:

Ich kündige und mache mich selbständig.

Weitere 4 Monate später startete ich 2017 mein eigenes Text-Business. Und habe den Schritt nie bereut, denn damit begann für mich der Weg zu mehr Selbstbestimmung, Freiheit, Sicherheit, Sinnhaftigkeit, Schöpferkraft und Spaß an der Arbeit.

Warum ist ein regelmäßiger Zufriedenheits-Check wichtig?

Ich habe mir die Frage nach meiner Zufriedenheit bei der Arbeit sehr lange nicht gestellt. Mit dem Ergebnis, dass mein Körper mir irgendwann deutliche Signale sendete, um mich zum Nachdenken und Handeln zu bewegen.

Woran liegt es, dass viele Menschen die Frage nach ihrer Zufriedenheit am liebsten umgehen und Gedanken daran verdrängen?

Weil sich dann herausstellen könnte, dass wir alles andere als zufrieden sind. Und das würde dann bedeuten, dass wir konsequenterweise etwas ändern müssten. Und Veränderung ist leider etwas, das unserem Gehirn eine riesige Angst macht. Warum?

Zu Zeiten, in denen Angriffe durch Säbelzahntiger noch wahrscheinlich waren, bedeutete es größte Sicherheit, wenn sich nichts veränderte und alles schön beim alten blieb: Wir und unsere Sippe waren sicher, wenn wir ungestört vor der Höhle sitzen und am Knochen nagen konnten. Alles, was mit einer Veränderung der Situation zu tun hatte, bedeutete Gefahr und anstrengenden Überlebenskampf.

Unser Gehirn hält auch heute noch an dieser Schutzfunktion fest und macht uns deshalb alles madig und unbequem, was mit Veränderung und Weiterentwicklung zu tun hat.

Hast du auch noch selbst Erfahrung damit gemacht hast, wie Veränderungen dein Wohlbefinden negativ beeinflussen können (z. B. ein Umzug oder Schulwechsel in deiner Kindheit )? Oder bist du generell eine Person, die unbedingt jederzeit die Kontrolle behalten möchte?

Dann verbindest du Veränderung vermutlich weniger mit Chancen, Möglichkeiten und Weiterentwicklung, sondern eher mit Anstrengung, Verzicht und schlimmstenfalls Gefahr.

Das Ding ist nur:

Wenn du versuchst, ewig am Status Quo festzuhalten, ist das nicht nur wahnsinnig langweilig, sondern auch wenig sinnvoll. Denn in einem Universum, das sich permanent weiter ausdehnt, unterliegt ohnehin alles naturgemäß der Veränderung.

Dagegen anzukämpfen, kostet dich nicht nur viel Energie, sondern raubt dir auch jeglichen Spaß, den das Abenteuer Leben dir immer wieder anbietet.

Vielleicht hast du in letzter Zeit (oder sogar schon seit einer Weile) erste Anzeichen von Lustlosigkeit deiner aktuellen Arbeit gegenüber festgestellt? Oder vielleicht sind die Zeichen deines Körpers mittlerweile absolut deutlich und du ignorierst die Krankheitssymptome weiterhin – so wie ich vor einigen Jahren noch?

Dann lade ich dich hiermit dazu ein, dich erstmal nur für einen Zufriedenheits-Check zu öffnen. Den zu machen, dauert nicht lang, tut nicht weh und du bleibst absolut Frau und Herr der Lage. Denn selbstverständlich entscheidest du selbst, was du anschließend aus dem Ergebnis machst.

Wie sieht’s aus: Bist du mutig genug, um einen kleinen Zufriedenheits-Selbsttest zu machen? 😀

Selbsttest: Wie glücklich bist du mit deiner Arbeit?

Vielleicht bist du nicht der Typ, der sich selbst gern Fragen stellt. Dann könnte dieser kostenlose Test von happinessandwork.de für dich spannend sein: Du wirst online durch verschiedene Fragen zu deiner aktuellen Job-Situation geführt und bekommst am Ende eine Zusammenfassung deiner Ergebnisse.

Die Fragen zu beantworten dauert wenige Minuten und du erhältst Ergebnisse, die dir dein aktuelles Level an Sinn, Selbstverwirklichung, Gemeinschaftsgefühl und Glück bei der Arbeit anzeigen.

Ich habe den Test eben gemacht und kann bestätigen, dass meine Ergebnisse meine aktuelle Zufriedenheit sehr gut wiederspiegeln. 🙂

Hinweis: Da der Test eher auf angestellte Arbeitnehmer:innen und weniger auf selbständige Solopreneure wie mich zugeschnitten ist, musste ich bei den Fragen zu Kolleg:innen eher von der Theorie ausgehen (was sich in dem Wert Gemeinschaft zeigt).

Hier meine Testergebnisse:

Zufriedenheit Arbeit Auswertung Stefanie Laube

Meine Testergebnisse beim Test von happinessandwork.de – © FELICICON GmbH

Und hier eine zweite Grafik, in denen du meine Ergebnisse im Vergleich zu denen der anderen Teilnehmer:innen siehst:
 

Zufriedenheit bei der Arbeit im Vergleich

Meine Testergebnisse beim Test von happinessandwork.de im Vergleich mit anderen Teilnehmer:innen – © FELICICON GmbH

Was hat Sinnhaftigkeit mit Zufriedenheit bei der Arbeit zu tun?

Eigentlich offensichtlich: Wenn ich weiß, dass meine Arbeit etwas Positives bewirkt und Wert schafft, bin ich motivierter, meine Aufgaben zu erledigen – meine Arbeit trägt dann direkt zu meiner Zufriedenheit bei. Während ich mich schnell langweile und die Lust verliere, wenn mir die Wirkung und der Sinn meiner Arbeit nicht klar sind oder ich nicht dahinterstehe.

Wie du in meinen Ergebnissen oben sehen kannst, bin ich zu 100 % davon überzeugt, dass meine Arbeit – mittlerweile als selbständige Coach, Autorin und Texterin – sinnvoll und wertstiftend ist. Hätte ich diesen Test noch zu Zeiten meiner Festanstellung gemacht, wäre das Ergebnis definitiv schlechter ausgefallen.

Wie kannst du deiner Arbeit mehr Sinn und dir mehr Zufriedenheit geben?

Wenn dir bei der Arbeit der Sinn hinter deinen Aufgaben oder vielleicht sogar hinter dem ganzen Unternehmen fehlt, kann ein erster Schritt sein, den Sinn dahinter zu finden.

Zwar ist es eigentlich Aufgabe des Unternehmens, seinen Mitarbeiter:innen diesen Sinn zu kommunizieren im Rahmen von definierten Unternehmenswerten, einer geteilten Mission und Vision. Dennoch gibt es immer noch Firmen, in denen so etwas ignoriert oder wenig nachvollziehbar kommuniziert wird.

Wenn du also gerne weiter in deinem Unternehmen arbeiten möchtest, könntest du selbst nach deinem persönlichen Sinn dahinter fragen, z. B.:

  • Wofür steht dieses Unternehmen und welchen Wert schafft es für die Gesellschaft?
  • Inwiefern trage ich mit meiner Arbeit entscheidend dazu bei?
  • Was wäre ohne meine Arbeit in diesem Unternehmen nicht möglich?

Vielleicht stößt du aber schon bei diesen Fragen an deine Grenzen und spürst, dass du gar nicht (mehr) hinter den Werten des Unternehmen stehst und die Sinnhaftigkeit deiner Arbeit dort vermisst.

Dann könnte es Zeit dafür sein, nach einem neuen Job in einem Unternehmen zu suchen, dessen Werte mit deinen übereinstimmen.

Wie du an meinen Testergebnissen oben gesehen hast, trägt auch der Grad an Selbstverwirklichung bei der Arbeit entscheidend zur Zufriedenheit bei. In meinem Fall sind das 100 %, da ich in meinem eigenen Business natürlich völlig frei bin und Dienstleistungen und Produkte kreiere, für die ich mich selbst absolut begeistere und in die ich meine Stärken einfließen lasse.

Wenn du das Gefühl hast, dass du mit dem Maß an Selbstverwirklichung als Angestellte:r nicht zufrieden bist, könnte auch eine haupt- oder nebenberufliche Selbständigkeit eine Option für dich sein.

Vielleicht hattest du sogar schon mal die Idee, dich selbständig zu machen, aber noch nicht den Mut, dich detailliert damit auseinanderzusetzen?

Wie so oft hilft in so einer Situation, dich dem Thema mit den richtigen Fragen zu nähern. In meinem kostenlosen Audio-Coaching stelle ich dir 11 Fragen, die dir mehr Klarheit und Zuversicht für deine eigene Selbständigkeit schenken und dir Mut machen, fokussiert die ersten Schritte zu gehen.

Fazit

Da wir alle für unsere Zufriedenheit mit unserer Job-Situation selbst verantwortlich sind, dürfen wir uns regelmäßig fragen:

Wie zufrieden bin ich (noch) mit meiner aktuellen Arbeit?

Signalisiert dein Unterbewusstsein dir darauf Unzufriedenheit oder zeigt dein Körper immer mehr Symptome, die dich vom Arbeiten abhalten, tust du dir selbst den größten Gefallen, in die Veränderung zu gehen.

Denn auch, wenn ein Jobwechsel oder der Schritt in die Selbständigkeit immer mit Aufwand und zeitweisem Verzicht (z. B. auf Bequemlichkeit oder ein vermeintlich sicheres Gehalt) einhergehen:

So eine Veränderung lohnt sich immer dann, wenn hinter der Ziellinie Zufriedenheit, Sinnhaftigkeit, Selbstbestimmung, Selbstverwirklichung, Wachstum und oft durch all das sogar eine verbesserte Gesundheit auf dich warten.

PS: Nachdem ich als Angestellte regelmäßig unter Kopf- und Rückenschmerzen und Kreislaufproblemen gelitten habe, fühle ich mich seit dem Beginn meiner Selbständigkeit jeden Tag fitter. Heute bin ich meinem Körper extrem dankbar dafür, dass er mir damals so deutliche Zeichen gegeben hat.

Wo stehst du gerade?

Hast du schon innerlich gekündigt, bewirbst dich neu, bereitest deine Selbständigkeit vor oder setzt dich gerade zum ersten Mal mit deiner Job-Zufriedenheit auseinander? Teile gerne über die Kommentare, an welchem Punkt du gerade stehst und wie du dich damit fühlst.

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